Mit über 23.000 PT ist die Roadmap 2021 eine der bisher umfangreichsten in der Produkthistorie von BITMARCK_21c|ng. Die eingesetzten Ressourcen dienen zum Großteil der Umsetzung gesetzlicher Anforderungen und notwendiger technologischer Anpassungen. Aber auch Themen rund um Digitalisierung und Automation sowie die fachliche Weiterentwicklung und Effizienzsteigerung kommen zum Tragen. Die einzelnen Realisierungsblöcke stellen wir Ihnen in diesem Artikel vor.

In 2021 werden über 40 Prozent der Kapazitäten zur Realisierung der gesetzlichen Anforderungen benötigt. Alle gesetzlichen Änderungen zu präsentieren, würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen, daher werden einige zentrale gesetzliche Anforderungen exemplarisch genannt:

  • Umsetzung digitale Gesundheitsanwendungen § 33a SGB V nach § 302 SGB V (DiGA) (Release 24.45): Umsetzung der Genehmigungs- und Abrechnungsprozesse des neu eingeführten § 33a SGB V (Digitale Gesundheitsanwendungen) in Verbindung mit der Technischen Anlage § 302 SGB V. 
  • Einführung eines Datenaustauschverfahrens von Mitgliedsbescheinigungen zwischen den Krankenkassen – neues Kassenwahlrecht (Release 24.45): Die Umsetzung umfasst ausschließlich den Austausch zwischen den Krankenkassen.
  • Umsetzung des Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) (Releases 24.55 und 24.60): Die Umsetzung der Datentransparenz wird mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) neugestaltet. Statt der bisherigen Kopplung an die Morbi-RSA-Daten sollen zukünftig für einen erweiterten Datensatz Kosten- und Leistungsdaten GKV-weit in pseudonymisierter Form zusammengeführt werden. Der GKV-Spitzenverband übernimmt dabei die Aufgabe einer Datensammelstelle. Die bisherige Datenaufbereitungsstelle wird zu einem Forschungsdatenzentrum (FDZ) weiterentwickelt.

Der Realisierungsblock Technik umfasst Themen und Technologieanpassungen, die sich sowohl eigenmotiviert als auch durch Hersteller-Updates ergeben. Als hervorzuhebende Themen sind hier die Migrationen auf die SAG 11-Plattform und die neue JBoss EAP 7.4 sowie die Entwicklung eines BITMARCK-eigenen IAMs zu nennen. 

Ein zentrales Thema im Realisierungsblock Technik ist darüber hinaus das Process-Mining und BITMARCK-Monitoring. Die Lösungen BITMARCK-Process-Mining und BITMARCK-Monitoring unterstützen künftig bei der Schaffung von Transparenz zu automatisierten und fachlichen Arbeitsabläufen in den Krankenkassen. 

Mit Hilfe des BITMARCK-Monitorings erhalten die Krankenkassen in der ersten Ausbaustufe einen zentralen Überblick über alle aktuellen, automatisierten Prozesse aus den Workflows in BITMARCK_21c|ng, der AktionssteuerungIng und den Batchprogrammen. Bei Bedarf lässt sich dies über eine direkte Verlinkung in die Aktionssteuerung|ng (Statusregister) oder die Workflows (MWS) vertiefen, um an systemspezifische Detailinformationen zu gelangen oder direkt operativ eingreifen zu können. Process-Mining ist eine Technik, die es ermöglicht, Businessprozesse auf Basis von digitalen Spuren in IT-Systemen wie BITMARCK_21cIng oder bitGo – aber auch Dritt­systemen über Systemgrenzen hinweg – zu rekonstruieren und zu analysieren.

Im Rahmen des Realisierungsblocks Digitalisierung und Automation werden unter anderem Weiterentwicklungen und Neuerungen bei der Modellkasse|ng, der Aktionssteuerung|ng und der Fallakte|ng umgesetzt. 

Bei der Modellkasse|ng erfolgen mit den Releases 24.45 bis 24.60 unter anderem die Integration von Live-Kennzahlen in die Personalbedarfsermittlung und die Erweiterung der Schnittstelle zwischen Aktionssteuerung|ng und Modellkasse|ng. 

Zahlreiche Umsetzungen finden sich im Kontext der Aktionssteuerung|ng – beispielsweise die Erstellung einer Counter-Funktion für eine Stichprobenprüfung, der Schnellerfassungsdialog für Prozesse, der Aufbau eines CMN für einen Schnellerfassungs-/Nachbearbeitungsdialog, die Nutzung von beliebigen Dialogen inkl. der Vorbelegung beim UserTask, die Schaffung eines Prozessmodelldeckblattes und die Weiterentwicklung der Nutzung von Sub-Prozessen.

Mit der Fallakte|ng können Posteingang, Fach- und Prozessinformationen sinnvoll verknüpft, zentral angezeigt und über die Aktionssteuerung|ng verarbeitet werden. Mit Release 24.55 erfolgt eine Weiterentwicklung der Fallakte|ng.

Weitere Themen dieses Realisierungsblocks sind:

  • Der Umbau des Beratungsmanagements (Releases 24.45 bis 24.55) mit dem Ziel, die Benutzerfreund­lichkeit – insbesondere bei der Administration – zu steigern. 
  • Die Umsetzung der Historienfunktion im Lob- und Beschwerdemanagement (Release 24.45).
  • Der Umbau des BITMARCK-eigenen Kampagnensystems auf Grundlage der Aktionssteuerung|ng und der Fallakte|ng.  
  • Die Umsetzung neuer krankenkassenseitiger Anforderungen an die EEL-Krankengeld-Auto­matisierung mit den Releases 24.45 bis 24.50.

Darüber hinaus werden weitere Partner in BITMARCK_21c|ng integriert und bestehende Partnerintegrationen weiter ausgebaut und optimiert.

Auch für die bitGo_App 2.0 sind Neuerungen geplant. Die neue App-Struktur der bitGo_App 2.0 ermöglicht eine schnelle Reaktion auf Individualisierungen, eine bessere Konfigurierbarkeit durch die Krankenkassen selbst und den einfachen Austausch von Komponenten innerhalb der App. Im Zusammenspiel mit vielen weiteren Service Features (Anträge und Antragsstatus, Push-Benachrichtigungen, bidirektionales Postfach, verbesserter Anmelde- und Registrierungsprozess etc.) sowie der Optimierung der bestehenden Features in der App, bilden die Digitalen Frontend Services eine Plattform für die Anforderungen neuer digitaler Gesundheitsdienstleistungen und sollen Mehrwerte für die Integration erfolgreicher Kundenlösungen schaffen. Somit bildet die bitGo_App 2.0 das Fundament mobiler Lösungen für Endkunden.

Mit der Roadmap 2021 setzt BITMARCK gesetzliche Anforderungen und technologische Erfordernisse um und treibt die Digitalisierung weiter voran. In enger Abstimmung mit dem Fachbeirat werden zudem wichtige Anforderungen unserer Kunden realisiert. Haben Sie Fragen zu den einzelnen Realisierungs­blöcken? Dann melden Sie sich gerne bei uns.