Durch die Abkündigung des Java-Applets im März 2019 durch Oracle wurde eine Überführung der Dialogmasken aus dem 21c_kern in Webdialoge (HTML5) erforderlich. Diese Umstellung wurde im Rahmen des Web-Client Projektes vorgenommen – mit Release 24.40.

Ziel des Projekts war es, einen Großteil der fachlichen Anwendungsfälle aus 21c_kern als Webdialoge umzusetzen. Dazu wurde ein komplett neues Web-Framework entwickelt, auf dessen Grundlage die Fachbereiche über 630 Anwendungsfälle aus der Swing-Technologie des 21c_kerns auf moderne Webdialoge umgestellt haben. Das Projekt wurde mit Release 24.40 erfolgreich abgeschlossen. Damit wurde das Projektziel von ca. 440 umzustellenden Anwendungsfällen deutlich übertroffen. Auf dem Weg zu einer modernen Web-Anwendung sind wir somit einen wesentlichen Schritt vorangekommen. Nach der Umstellung kann ein Großteil der Anwenderinnen und Anwender das Tagesgeschäft vollständig und ohne Medienbruch über die Fachmasken der Integrationsplattform abwickeln. 

Das neue Web-Framework – für ein einheitliches Erscheinungsbild

Das Web-Framework wurde entwickelt, um ein einheitliches Erscheinungsbild und Bedienkonzept für den Benutzer sicherzustellen. Zusätzlich konnten Mehrfachentwicklungen in den einzelnen Fach­bereichen vermieden und eine gemeinsame architektonische Basis für eine Umsetzung der Web­dialoge geschaffen werden. Auch über die Umstellung der fachlichen Anwendungsfälle hinaus wird das Web-Framework von einigen BITMARCK-Produkten –
wie der Aktionssteuerung|ng – verwendet, um für diese Produkte eine einheitliche Einbindung in die Integrationsplattform zu ermöglichen. Zusätzlich können neue Lösungen zukünftig das Web-­Framework bei der Entwicklung verwenden. Für die weitere Betreuung und Entwicklung, auch nach Ende des Projektes, wurde zudem
das Web-Framework Team gegründet. 

Die Webcomponents – neue Masken schnell erstellen

Ein elementarer Bestandteil des Web-Frameworks sind die Webcomponents. Dabei handelt es sich um Oberflächenelemente, die für die zentrale Erstellung der Masken verwendet werden. Im Rahmen des Projektes wurden über 40 Webcomponents umgesetzt – zum Beispiel Checkboxen, Dropdown-Listen oder Tabellen. Diese sind teilweise sehr komplex und müssen in diversen Status und Varianten bereitgestellt werden. Mit Hilfe dieser Oberflächenelemente können neue Masken schnell zusammengebaut werden und erhalten so ein einheitliches
Erscheinungsbild.