Bildunterschrift: Helmut Bodmann (Head of IT-Transition DAK-Gesundheit), (Burkhard Kaufmann, Geschäftsführer BITMARCK Technik GmbH) und BITMARCK-Projektleiter Björn Stadtländer im Rechenzentrum am Hamburger Nagelsweg vor den abgeschalteten Großrechner-Schränken.

Im Jahr 2019 startete das Projekt DAKiTT (DAK-IT-Transition), das die technischen und fachlichen Gegebenheiten zur Abschaltung des Altsystems bereitstellen sollte. Ziel war es, die Großrechner-Plattform (kurz: Host) inklusive aller dort noch laufenden Verfahren Ende 2021 abzuschalten und somit deutliche Einsparungen im IT-Betrieb zu
erzielen. Dieses Ziel konnte nun vorzeitig erreicht und das Projekt zum September 2021 abgeschlossen werden – im Folgenden lassen wir die Highlights und zentralen Meilensteine dieses komplexen Unterfangens noch einmal Revue passieren.

Ein Schlüssel zum Projekterfolg war die Schaffung des neuen Archiv Orange für die Aufbewahrung und Anzeige der Daten aus dem Altsystem DAKIDIS. Für die technisch versierten Leser: Die Daten wurden auf Db2-Datenbanken unter Red Hat Enterprise Linux migriert, die COBOL/SWT-­Quellcodes des DAKIDIS wurden transformiert. Gemeinsam mit der DAK-­Gesundheit und dem Partner adesso wurde ein neues Frontend entwickelt, welches sich in seinem prozessualem Aufbau am GKV-Standard BITMARCK_21c|ng orientiert. Im Mai 2021 wurde der vierte und letzte Rollout des Archiv Orange für alle Anwender abgeschlossen.

Ebenfalls neu entwickelt wurde der DIBiTT als Web-Applikation zur Anzeige und Pflege der Dienststelleninformationen. Auf Wunsch des Technologiezentrums der DAK-Gesundheit wurde das Frontend komplett für Microsoft SharePoint entwickelt und in die Arbeitsplattform integriert. Für die Daten­konsumenten wurde ein REST-Service auf Red Hat OpenShift Container-Technologie bereitgestellt.

Herausfordernd war im Februar 2021 die Umstellung des Dokumentenmanagementsystems DMSplus
als größte Anwendung mit der umfangreichsten Migration im Projekt von ca. 8 Milliarden Datensätzen, die ohne Einschränkungen des täglichen Betriebs erfolgreich bewältigt wurde.

Zu den weiteren zentralen Meilensteinen zählen unter anderem:

  • die Umstellung der letzten Datenaustausch­verfahren vom Host auf den bei BITMARCK verwendeten Standard.
  • die Etablierung der BITMARCK_21c|ng Add On-Lösung, ebenfalls entwickelt auf Red Hat OpenShift Container-Technologie – insbesondere zur Integration der CTI-Lösung der DAK-Gesundheit.
  • die Umstellung der ERP- und HCM-Systeme auf das neue Datenbanksystem SAP HANA. 

Zahlreiche weitere Anwendungen gehören zu den Querschnittsthemen, deren Daten ebenfalls auf dem Host gespeichert und auf die neue Infrastruktur umzustellen waren. Die Alt-Daten wurden unter Berücksichtigung der Aufbewahrungspflichten archiviert, die weiterhin benötigten Daten in die neuen Systeme migriert. Für die Auskunft bestimmter Einzelfällen wurde ein technisches Archiv inklusive eines File-Viewers eingerichtet. 

Die Großrechner-Plattform der DAK-Gesundheit wurde somit vorzeitig im Juli 2021 abgeschaltet und an die IBM zurückgegeben. Der Abbau der nicht mehr benötigten Komponenten und Systeme wurde Ende August 2021 abgeschlossen. Mit dem Rückbau der Großrechner-Plattform hat die DAK-Gesundheit einen weiteren bedeutenden Schritt zur Modernisierung ihrer Systemlandschaft unternommen.

Die Projektergebnisse, der vorzeitige Projektabschluss und die dadurch verringerten Projektausgaben werden von der DAK-Gesundheit als großer Erfolg gewertet. Für die DAK-­Gesundheit ist die wichtige IT-Transition in den GKV-Standard von BITMARCK gelungen. Damit sind gute Voraussetzungen für einen qualitativ guten und kostengünstigen Betrieb sowie für innovative Weiterentwicklungen gegeben.