Mit dem Ziel, die Versorgung, Lebensqualität und Zufriedenheit der Versicherten mittels innovativer Lösungen weiter zu verbessern, haben sich die IKK classic, die Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK), die AOK plus und die BIG direkt gesund als Partner­kassen zusammengeschlossen und den diesjährigen Kranken­kassen Health Insurance Hackathon gesponsert. Organisiert wurde die Veranstaltung von WIG2, dem Wissenschaftlichen Institut für Gesundheitsökonomie und Gesundheitssystem­forschung.

Innovationskonferenz und Fuck-up-Night
Vom 23. bis 25. Januar 2020 trafen sich rund 50 Teilnehmer in Leipzig, um sich insgesamt zehn Fragestellungen aus der Praxis zu stellen. Dabei deckten die Themen ein breites Spektrum ab: von der digitalen Kommunikation über die Gesundheitsversorgung bis hin zur Compliance im Bereich der GKV. In interdisziplinären Teams und angeleitet durch Workshops zu Fach- und Innovationsmethoden arbeiteten die Teilnehmer zusammen, um möglichst innovative Lösungen zu entwickeln. Unterstützt wurden sie dabei von Coaches aus den Bereichen Medizin, Wissenschaft, Management und IT.

Die Ergebnisse des Hackathons wurden in drei Kategorien von einer Expertenjury prämiert: Größter Nutzen für die Versicherten, Innovativste Lösung und Bestes gesundheitsökonomisches Konzept.

Ergänzt wurde das Format in diesem Jahr am zweiten Veranstaltungstag durch eine Innovationskonferenz mit spannendem Input zu Finanzierungswegen in der GKV, einem Recap zu den Ideen des letztjährigen Health Insurance Hackathons sowie der ersten sogenannten „Fuck-up-Night“ in der Krankenversicherung. Bei diesem Format geht es darum aufzuzeigen, wie aus missglückten Projekten oder Aufgaben wichtige Learnings für die Zukunft gezogen werden konnten.

BITMARCKer gewinnen den Publikumspreis
Die BITMARCKer Alexander Pawlowski und Ewan McGhee bexchäftigten sich mit sich mit dem Themenkomplex der „digitalen Versichertenbescheinigung für Studierende“.

Das siebenköpfige interdisziplinäre Team entwickelte den Prototypen einer App, um aufzuzeigen, welche Daten von der Krankenkassen benötigt werden und welche Informationen für den Versicherten im Studienkontext relevant sein könnten. Um Letzteres in Erfahrung zu bringen, befragte das Team Studierende auf der Straße nach ihren Wünschen.

Für das Resultat, den Prototypen einer App, die sich in bestehende Online-Dienste integrieren lässt, wurde das Team von den Hackathon-Teilnehmern mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Weitere Mitwirkung seitens BITMARCK
Auch an anderer Stelle waren BITMARCKer aktiv in das Hackathon-Geschehen involviert. Als erfahrene UX-Designerin schulte Silvia Höckling die Teilnehmer im Rahmen eines Workshops in Bezug auf die Gestaltung von grafischen Benutzeroberflächen für Apps bzw. Webanwendungen. Außerdem unterstützte sie Teams mit individuellen Coachings.

Unter Mitwirkung von Stefan Beckmann erstellte ein Team ein Konzept zur Verwendung von digitalen Gesundheitsapps zum Thema „Digitale Kompetenz für digitale Gesundheitsanwendungen“. Hierbei wird der Weg von der Verordnung des App-Rezepts bis zur Verwendung einer digitalen App betrachtet.

Im Team „Reha-Radar“, das den Preis „Bestes gesundheitsökonomisches Konzept“ gewann, analysierte ein interdisziplinäres Team unter Mit­wirkung von Günter Graw fast 36 Stunden anonymisierte Daten der SBK zur Identifikation von Erfolgsfaktoren für Rehabilitationsmaßnahmen.


Ein Hackathon (abgeleitet vom engl. „hack“ und „marathon“) ist ein mehrtägiges Veranstaltungs­format, bei dem interdisziplinäre Teilnehmerteams an der Konzeption und Realisierung von neuen Lösungen arbeiten. Hackathons haben sich seit Mitte der 2000er Jahre in der IT schnell verbreitet und werden bevorzugt eingesetzt, um zügig neue Technologien zu entwickeln.